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Posts Tagged ‘Unternehmensfinanzierung’

München, 29. Juli 2009, Schweisfurth-Stiftung
The Foo Brains & Capital darf mit Stolz auf die erste Konferenz für nachhaltiges ökologisch-soziales Investment und grünes Risikokapital zurückblicken. Das Ziel, nachhaltigen Investoren und Unternehmern eine Plattform zu bieten, ist geglückt.
Am 29. Juli 2009 haben sich in der Schweisfurth-Stiftung, in der seit Ihrer Gründung 1985 lebendige Zukunft gefördert wird, mehr als 60 Personen eingefunden.
Für The Foo Brains & Capital bedeutet Nachhaltigkeit die umfassende Verknüpfung von Ökonomie – Ökologie – und gesellschaftlicher Relevanz. Der Abend begann mit einem „mashup“ Film, der auf kritische Weise den Ressourcenverbrauch und den missbräuchlichen Einsatz von Werbung und Kommunikation thematisierte.
Das Klima ist im Wandel. Die postfossile Zeit hat begonnen. Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich verändern. Aber wie?
Foto_Konfi_1First Tuesday, aber nachhaltig – Die Konferenz
Thomas Jäger, Gründer und NEO von The Foo Brains & Capital, führte durch den Abend und lies die “First Tuesday“ Tradition wieder aufleben. In kurzen Präsentationen stellten sich 8 Unternehmen vor.
Ein „stylishes“ Mobilitätskonzept, gefolgt von erprobter und in wenigen Monaten einsetzbarer Brennstoffzelltechnologie, einem mittelständischem  hochprofitablen Naturkosmetikhersteller mit 25 jähriger Tradition und einer Internetplattform, die müheloses Spenden ermöglicht, waren der Auftakt.
Zukunftsforscher Klaus Kofler, Trends & Wege, berichtete in seinem Impulsvortrag über den „Megatrend“ Nachhaltigkeit. Verantwortungsvolles Unternehmertum und ökologisch-soziales Investment sind Basis für zukunftsfähiges Wirtschaften.
Ein Stoffkreislauf verbunden mit Ressourceneinsparung in der Aluminiumbearbeitung, ein Erlebniseinkaufskonzept für Klimaschutz, eine Klimaanlage aus der Erde, ein 50 Jahre junges Unternehmen, das München täglich mit Lebensmitteln versorgt und ein Architekturprojekt, das ganz natürlich sparsam ist, beendeten die Präsentationen.
Jedes der präsentierten Unternehmen erfüllt die drei Säulen der Nachhaltigkeit exzellent und entspricht so den Investitionskriterien von The Foo Brains & Capital.
Besonders Stolz ist The Foo Brains & Capital, dass die Gewinner des diesjährigen Münchner Businessplan Wettbewerbs einen Tag vor der offiziellen Prämierung sich den nachhaltigen Investoren präsentierten. The Foo freut sich darauf, den Münchner Businessplan Wettbewerb auch im kommenden Jahr unterstützen zu dürfen.
Grünes Risikokapital geht seinen Weg
The Foo Brains & Capital gab während der ersten Konferenz für nachhaltiges ökologisch-soziales Investment den Startschuss für den ersten grünen Risikokapitalfond in Deutschland.
Es handelt sich um einen geschlossenen, direktinvestierenden Fond mit einem Fondvolumen von 25 Millionen Euro.
The Foo Brains & Capital nimmt Geld nicht aus beliebigen Quellen an. Die Kapitalgeber sind ausschließlich ökologisch-ethische Investoren,  sowie vermögende Privatpersonen, die in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie die drei Säulen der Nachhaltigkeit achten. Seit dem 1. August können Investoren ein Beteiligungsangebot abgeben.
Was bedeutet nachhaltiges Risikokapital für Investoren und die Portfoliounternehmen?
Nachhaltigkeit und zukunftsfähiges Wirtschaften ist mehr eine Sache der Einstellung als der Branche. Aus diesem Grund hat The Foo keinen Branchenfokus, setzt aber auf Ausschlusskriterien* in Verbindung mit den folgenden drei Investitionsparametern:
1.    Investment und Kapitalgeber erkennen die Grenzen des Wachstums an
2.    Geschäftsmodell ist erfolgreich auf die postfossile Zeit ausgerichtet
3.    Excellenz in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit von Anfang an
Sind diese Kriterien erfüllt, kann sich The Foo direkt und tätig engagieren. Unternehmerisches und gesellschaftliches Engagement können so den Wandel unterstützen.
Fakt ist, wir alle hinterlassen einen Fußabdruck
Doch wir können entscheiden welchen, verbrauchend oder nachhaltig.
The Foo Brains & Capital hat einen deutlichen Fußabdruck hinterlassen. Nachhaltigkeit, Zukunft und Risikokapital schließen sich nicht aus. Folgen Sie uns als Gründer und Unternehmer oder Investor in eine nachhaltige Zukunft. Foo Twitter / nachhaltiges ökosoziales Investment)

be foo… sei nützlich

* Produktion von Alkohol, Atomenergie, Embryonenforschung, Glücksspiel, grüne Gentechnik,  Pornographie, Rüstung, Tabak,
Verstoß gegen Arbeits- und Menschenrechte, Kinderarbeit, Tierversuch und kontroverse Wirtschaftspraktiken

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Unternehmensfinanzierung – sicher nach Plan

Kapital ist, neben Kreativität und wachem Unternehmergeist, der Antrieb für Unternehmen. Verschiedene Gründe machen einen Mittelzufluss von Außen (Außenfinanzierung) notwendig.

•    Gründungsfinanzierung
•    Wachstums- oder Expansionsfinanzierung
•    Stabilisierungsfinanzierung
•    Abwenden einer Insolvenz oder durchführung einer Sanierung
•    Unternehmensverkauf oder Übergabe

Die Unternehmensgröße, jetzt und in Zukunft,  die Unternehmenslebensphase, die Markt- und Branchenentwicklung sowie die individuellen Unternehmens- und Unternehmergeschichten beeinflussen die Kapitalakquisition.

Wie aber funktioniert Kapitalakquisition eigentlich?
Welche Punkte sind zu beachten und wer kann zielgerichtet unterstützen?

1_Kapitalbedarfsermittlung

Allen voran ist wichtig zu wissen, wie viel Kapital benötigt wird. In einer Kapitalbedarfsanalyse wird so exakt wie möglich bestimmt wie viel Kapital für eine bestimmte Maßnahme, z.B. eine Markterschließung erforderlich ist. Aus Kapitalbedarf und Maßnahme lassen sich die Finanzierungsmöglichkeiten bestimmen.

•    Eigenkapitaleinlagen durch Gesellschafter (Private Equity)
•    Risikokapital  (Venture Capital)
•    Fremdkapitalfinanzierung
•    Mezzaninekaptial
•    Fördermittel (Land, Bund, EU)

Jede dieser Unternehmensfinanzierungsmöglichkeiten hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile und wirkt sich auf das Unternehmen und den Unternehmer aus. Im Rahmen einer Geschäftsplanung oder Businessplanung erarbeitet der Unternehmer ein Angebot für mögliche Investoren hinsichtlich der Finanzierung.

2_Businessplanerstellung & Unterlagen zur Kapitaleinwerbung

Der Businessplan enthält alle wesentlichen Elemente, um das Geschäftsmodell des Unternehmens und den für das geplante Investment notwendigen Kapitalbedarf plausibel zu erläutern. Ziel ist es, einer „unbeteiligten Person“ so einfach und selbsterklärend wie möglich sämtliche Informationen, die für eine Investitionsentscheidung notwendig sind, zur Verfügung zu stellen.

Inhaltlich sind u.a. folgende Punkte im Businessplan zu bearbeiten.

•    Impuls & Vision (Ziel der Investition)
•    Geschäftsmodell
– Nutzenversprechen an die Kunden
– Architektur der Wertschöpfung
– Ertragsmodell
– Unternehmenskultur
– Finanzierung und Finanzüberblick
•    Realisierungsfahrplan

Mehr finden Sie in der Checkliste Businessplanerstellung auf www.the-foo.de. Der Businessplan ist ein Teil der Vorbereitung für die Finanzierung. Der zweite Teil ist die sogenannte Due Dilegence als Vorbereitung für die Investition. Die Due Diligence wird erst unter Punkt 4_Verhandlungen & Recht durchgeführt. Eine Vorbereitung darauf, insbesondere die Zusammenstellung der „wichtigen Unterlagen“ erfolgt jetzt.

Exkurs Due Diligence
Due Diligence (DD), bekannt als „Sorgfaltspflicht“ (z. B. von Banken), bezeichnet die „gebotene Sorgfalt“, mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien oder einem Börsengang das Objekt im Vorfeld der Akquisition oder des Börsengangs geprüft wird. Due-Diligence-Prüfungen beinhalten insbesondere eine systematische Stärken-/Schwächen-Analyse des Objekts, eine Analyse der mit dem Kauf oder des Börsengangs verbundenen Risiken sowie eine fundierte Bewertung des Objekts. Ein oft gewähltes Prüfungsraster ist das der EFQM. Gegenstand des Blickwinkels sind weiterhin Bilanzen, personelle und sachliche Ressourcen, strategische Positionierung, rechtliche und finanzielle Risiken, Umweltlasten. Gezielt wird nach so genannten Dealbreakern gesucht, d. h. nach Sachverhalten, die einem Kauf entgegenstehen könnten – z. B. Altlasten beim Grundstückskauf oder ungeklärte Markenrechte beim Unternehmenskauf. Erkannte Risiken können entweder Auslöser für einen Abbruch der Verhandlungen oder Grundlage einer vertraglichen Berücksichtigung in Form von Preisabschlägen oder Garantien sein.

3_Auswahl des passenden Investors

„Es prüfe wer sich bindet“ so genau wie möglich in harten wie in weichen Faktoren. Ein Investment bedeutet für beide Seiten Verpflichtung und Vertrauen zugleich. Wichtig ist, dass Investor und Unternehmer „die gleiche Sprache“ sprechen und weitgehend im Ziel übereinstimmen. Ein Investor, dessen oberste Maxime kurzfristige Gewinnmaximierung ist, wird für ein mittelständisches Familienunternehmen, das nach Substanzerhalt strebt, zum Risikofaktor werden.

Tipps für Investorenrecherche:

• Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften ¦ www.bvkap.de
• Grünes Kapital für nachhaltige Investments ¦ www.nachhaltig-gruenden.de

4_Verhandlungen und Rechtliches

Sind die passenden Investoren gefunden, alle Unterlagen ausgetauscht und sämtliche Fragen geklärt, geht man in die Verhandlungen. Jede Seite bringt ihre Vorstellungen, basierend auf individuellen Unternehmensbewertungen und Risikoauf- und -abschlägen,  auf den Verhandlungstisch. Im günstigsten Fall einigt man sich und die Finanzierung findet statt. Je nach gewähltem Modell wird ein „Vertrag“ erstellt, der ggf. von einem Notar beglaubigt werden muss.

5_Abschluss und Investor Relations

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Was im Fußball gilt, ist in der Kapitalakquisition ähnlich. Wurde erfolgreich Geld in das Unternehmen eingeworben, sollte das Unternehmen beginnen sich über eine nachfolgende Finanzierung Gedanken zu machen. Wer 5 vor 12 nach Kapital sucht, ist meist zu spät dran.

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